Pressemitteilung des ASC-Melsungen zur Rallye-WM

Alheim, den 02.10.2012

Zum dritten Mal konnte das Helferteam des ASC –Melsungen seinen Einsatz auf der Rallye-Weltmeisterschaft an der Mosel erfolgreich beenden.

 

Schon eine Woche vor dem WM-Lauf am 24.08. reiste eine elfköpfige Helfercrew an um die 23 Kilometer lange Rennstrecke der Wertungsprüfung „Moselland 2/5“ auf den Weinbergwegen zwischen Piesport und Kesten vorzubereiten.

 

Zu den Aufgaben der Helfer des ASC gehörte die Absicherung der Strecke für die Zuschauer ebenso wie die Einrichtung von Parkleitsystem Zuschauerlenkung. Dazu wurden wieder kilometerweise Flatterband gespannt, Zwiebelsackbarrieren an zuvor eingeschlagenen Eisenstangen befestigt und Sperrzonenschilder aufgestellt. In den vom Veranstalter vorgegebenen Bereichen wurden Zuschauerzonen und auch spezielle Mediapunkte eingerichtet. Um die Zuschauer in diese Bereiche zu bringen, musste die Strecke an vielen Stellen überquert werden. Hier wurden dann speziell abgesicherte Zuschauerschleusen eingerichtet, die am Veranstaltungstag von Helfern zu besetzen waren.  Ein Team kümmerte sich um die Ausschilderung der Strecke. Hier mussten vor jeder Abzweigung ein roter Richtungspfeil und vorher ein blauer Ankündigungspfeil aufgestellt werden.

 

Da verschiedene Teams parallel auf der Strecke arbeiteten, geschah es, dass das Schilderteam eine kurz zuvor von einem anderen Team errichtete Zuschauerschleuse wieder abräumte mit den Worten „Guck mal, hier haben wir voriges Jahr vergessen die Stangen wegzuräumen!“

 

Am Sonntag hatte man schon den ersten Schaden zu beklagen. Eine Heckscheibentür eines Sprinters war zu Bruch gegangen weil sie einer der vielen Eisenstangen in die Quere kam. Es hält sich aber auch hartnäckig das Gerücht, dass das Team mit dem Sprinter auf dem Weg in die Mittagspause war und ein großer Vogel hinterher flog. Bei Minheim musste der Fahrer bremsen und der Vogel soll so schnell gewesen sein, dass er durch die Scheibe prallte. 

 

In den Weinbergen hatten die Aufbauteams meisten freie Fahrt, weil kaum ein Winzer am arbeiten war. „Bei 39 Grad gehen wir nicht in den Weinberg, das machen nur Touristen und ASC-ler“  meinte ein Winzer später.  

 

Am Dienstag konnte nicht an der Strecke gearbeitet, weil die RECCE, das ist die Streckenbesichtigung durch die Teilnehmer, stattfand. Hier waren die Posten zu stellen, die darüber wachen, das jeder Fahrer die Strecke maximal 2 mal abfährt.

 

Bis zum Donnerstagabend wurde der letzte Feinschliff an der Strecke und den Zuschauerbereichen gemacht und Müllsäcke aufgehängt. Abends brannten schon an einigen Stellen in den Weinbergen die Grillfeuer der Fans. Diese wurden begrüßt und es wurden auch Müllsäcke ausgehändigt, mit der Bitte diese nach der Veranstaltung an der Strecke abzustellen.

 

Nach und nach füllte sich das Basislager auf dem Campingplatz Georgshof in Wintrich und alle ASCler trafen ein. Direkt daneben standen die Wohnwagen der holländischen Freunde, die den ASC erstmals mit einer größeren Zahl direkt unterstützt haben. Auch die anderen Vereine (MSC Braach, Emstal und andere) kamen und holten ihre Marshal-Westen ab, während im Gemeinschaftsraum des Campingplatzes noch eine zusätzliche Marshal-Schulung stattfand.

 

Nach einer kurzen Nacht musste das erste Team bereits um 4 Uhr aufsehen und rausfahren um noch einmal zu überprüfen, ob die Beschilderung noch vollständig ist. Der Rest bestieg um 6 Uhr die Fahrzeuge um auf die Strecke an die jeweiligen Postenplätze geführt zu werden. Um 7 Uhr waren alle Posten besetzt und schon tauchten die ersten Team-Fahrzeuge der WRC-Teams auf um noch den letzten Feinschliff am Streckenaufschrieb zu machen. 

 

Helmut Eberhardt als WP-Leiter konnte der Rallyeleitung die Wertungsprüfung Moselland 2/5 einsatzbereit melden und alle waren auf den Posten.

 

Bis die Wertungsprüfung dann endlich um 11:36 Uhr startete kamen schon etliche Fahrzeuge mit „Offiziellen“ und der Leiter der Streckensicherung vorbei und ein Hubschrauber der FIA flog die gesamte Strecke ab.

 

Während bei den ASClern noch die Wertungsprüfung Moselland voll im Gange war, konnte man in den gegenüberliegenden Weinbergen eine Rauchsäule aufsteigen sehen. Der Fiesta von Martin Prokop (CZ)  war dort in Flammen aufgegangen und blockierte die Strecke. Beim ASC  gab es hingegen keinen nennenswerten Störungen. Lediglich bei Posten 48 landete ein ADAC-Hubschrauber auf einer nicht dafür vorgesehenen Stelle. Ihm entstiegen Hans-Joachim Stuck und Martin Tomczyk um den Zuschauern auf dem Zuschauerpunkt Monzelay einen Besuch abzustatten.

 

Nach den Teilnehmerfahrzeugen kamen die historischen Rallyefahrzeuge über die Strecke. Hier waren einige Schätze und Legenden der Rallyegeschichte unterwegs und auch die Fahrer zeigten ihr Driftkönnen in den Spitzkehren.

 

Bis die Teilnehmer erneut auf die Strecke kamen gab es eine längere Pause von 2 Stunden, in denen immer wieder „Offizielle“ und dann auch wieder die schnellen Vorausfahrzeuge zu sehen waren.

 

Auch die zweite Wertungsprüfung auf unserer Strecke lief ab 17:07 Uhr störungsfrei und auch die Zuschauer blieben diszipliniert. Die bereitgestellten Müllsäcke wurden gut angenommen und noch am selben Abend abgefahren. Hier gilt es den Zuschauern einmal „Danke“ zu sagen, denn bis auf einen einzigen von 20 Zuschauerbereichen brauchte kein herumliegender Müll eingesammelt zu werden.

 

Nachdem das Schlussfahrzeug durch war, wurde mit vereinten Kräften innerhalb von einer Stunde alles abgebaut, was zuvor in einer Woche Arbeit aufgebaut worden war. Weil diesmal wirklich alle mitgemacht haben, brauchten die Aufräumtrupps am Samstag nur noch einzuladen und nichts außer ein paar Reifenspuren erinnerte daran, dass am Vortag dort ein Rallye-WM-Lauf mit tausenden von Zuschauern stattgefunden hat.

 

Am Samstag und Sonntag 1. und 2. September ist schon wieder der nächste Einsatz der ASC-Helfer. Hier gilt es das Slalom-Festival auf dem Gelände des Maxi-Hofes zu organisieren.